Wann und in welcher Höhe entsteht ein Säumniszuschlag?

Wenn eine Steuerzahlung erst nach dem Fälligkeitstermin erfolgt, entsteht per Gesetz automatisch ein Säumniszuschlag in Höhe von 1% des Steuerbetrags pro angefangenem Monat. Das Finanzamt setzt den Zuschlag zwar fest, entscheidet aber weder über die Festsetzung an sich noch über die Höhe, da das Gesetz hierfür keinen Ermessensspielraum vorsieht.

Gleichwohl kann das Finanzamt den entstandenen Säumniszuschlag in Ausnahmefällen erlassen, wenn die Erhebung unbillig wäre, z.B. wenn wegen einer plötzlichen Erkrankung die Zahlung verspätet erfolgte. Ebenfalls möglich ist ein Erlass, wenn die verspätete Zahlung versehentlich erfolgte und der Steuerzahler als „pünktlicher“ Steuerzahler gilt, also Steuerbeträge stets zum Fälligkeitstag und ohne regelmäßiges Ausnutzen der 3-tägigen Zahlungsschonfrist entrichtet.


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